« ein Meisterwerk, eine Offenbarung gar! Es ist einer der eindringlichsten Empfehlungen, die an dieser Stelle ausgesprochen wurden: Für all jene, die sich musikalisch zwischen Erdmöbel und Die Regierung wohlfühlen und auf eine etwas verschrobene Poesie stehen – hier eher bei Gisbert zu Knyphausen denn bei Jochen Distelmeyer. Dreizehn Stücke, eines besser als das andere – das ist es zwar immer, aber hier auf höchstem Niveau –,
THE GAP Dominik Oswald, Februar 20
Mit seiner von Indie-Slow-Funk getragenen Hyänen-Poesie ist Dobers vielleicht jetzt schon die erste Sommerplatte des Jahres 2020 geglückt. Man sehnt sich die von ihm beschriebenen Sommermomente herbei. Das Fahrrad an die warme Mauer lehnen, den Rest vom Licht der Sterne sehen.
SKUG-Magazin Jens Buchholz, Februar 20
Gemeinsam mit seiner Band entwirft Jakob Dobers dazu einen unaufgeregten Sound zwischen Rock und Pop mit subtilen psychedelischen Ausläufern und findet noch jede Menge Platz für verschiedene Genre-Ergänzungen, sodass es jenseits der Texte auch genügend musikalische Andockpunkte gibt. „Der Rest vom Licht“ ist eine wunderbar bruchstückhafte, verstiegene und hintergründige Platte, die ihren diversen Einflüssen, von den Silver Jews bis hin zu Jonathan Richman, in Nichts nachsteht. Vielleicht sollte man „Anti-Liedermacher“ dazu sagen.
Kulturnews Jl Februar 20
Es trägt den Titel „Der Rest vom Licht“ und handelt von Menschen, die sich unkonzentriert bewegen, Katzen, die Porzellan imitieren und Mutanten, die in Blechcontainern wohnen. Eine verschroben-verschobene Wahrnehmung, in der alles leicht unscharf und zugleich hyperreal erscheint wie auf dem Cover der Platte, die am Freitag erscheint.
Dass Dobers sich damit Zeit gelassen hat, ist gut, denn er hat ein kleines Indiepop-Juwel geschaffen, das von warmen Melodiefäden und einer urbanen Melancholie durchzogen wird.
Tagesspiegel Nadine Lange Februar 20
. Doch wenn er jetzt zu rückwärts laufenden Psychedeliagitarren die Marc-Jongen-Masche in zwei Zeilen zusammenfasst (»Rechte Philosophen träumen von der Tiefe, träumen vom Leid / Sie sitzen nackt im Sessel und benutzen die Begriffe – wie ein Überkleid«), zeigt Dobers, dass sich die jahrelange Beschäftigung mit den Silver-Jews-Platten des jüngst verstorbenen David Berman im eigenen Werk wunderbar niedergeschlagen hat.
Junge Welt, Markus von Schwerin , Februar 20
Oft geht es von der geschrammelten, launigen Alltagsbeobachtung zur politschen oder popkulturellen Anspielung und wieder zurück. Dobers’ Lieder sind textlich wie musikalisch äusserst abgeklärt und bedächtig. Soll heißen: nicht aufregend und nicht aufgekratzt, aber gut, wahrhaftig und schön.
Rolling Stone , Alexander Müller März 20